IMHO: Bitte aufwachen, Hollywood!

Freitag, 11. Mai 2012 15:33

Kann man nur applaudieren: http://www.golem.de/news/imho-bitte-aufwachen-hollywood-1205-91744.html Passt perfekt zur Dikta(Kul)tur.

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Dikta(Kul)tur

Donnerstag, 10. Mai 2012 21:07

Indiana Jones auf der Suche nach der Gratiskultur
Zugegebenermaßen war es in letzter Zeit hier erstaunlich ruhig. Manchmal braucht man eben etwas Ruhe, um gewisse Dinge zu tun. Zum Beispiel explorativ zu suchen und da bietet sich eine Sache an, die in aller Presse ist und die im Internet allerorts zu finden sein soll: Die Gratiskultur.
Aus (räumlich) naheliegenden Gründen also erst einmal mit der Mailbox beginnen. Dort befinden sich allerhand Angebote mit finanziellem Hintergrund, angefangen mit der Verlängerung geschlechtlicher Körperteile bis zu Villen auf Mallorca und neuerdings auch Griechenland. Obu-Wan-Kanabis wünscht ebenfalls die Aufnahme geschäftlicher Beziehungen zwecks Transaktion finanzieller Operationen. Es locken diverse Versuchungen, Geld auszugeben und die Anzahl dieser Angebote lässt darauf schließen, daß auch tatsächlich lohnende Geschäfte getätigt werden. Keine Gratiskultur also hier zu finden. Dieser Teil des Internets fällt also schon einmal aus, ebenso wie FTP, Twitter, IRC, diverse Chatdienste und viele weitere.

Wenden wir uns also dem Web zu. Dort ist mit Erstaunen festzustellen, daß Amazon und seine Partnershops doch tatsächlich sprudelnden Umsatz erzeugen. Im Internet. Es scheinen tatsächlich Menschen für Waren und immaterielle Güter zu bezahlen. iTunes, Google Play, Conrad, sie alle verdienen Geld, ganz zu schweigen von den wachsenden Musik- und Spieleportalen.
Das kann nicht sein. Man liest es doch überall.
Die Lösung des Rätsels liegt in der fatalen Art und Weise, wie heute die Diskussion um angebliche Urheberrechtsverletzungen geführt wird.

Eingetopfte Rechte
Wäre es nicht so tragisch, man könnte sich fast daran gewöhnen, daß sogar gestandene Politjuristen, wie Siegfried Kauder, geistiges Eigentum, Copyright, Urheberrechte und Verwertungsrechte in einen Topf werfen, umrühren und daraus eine Urheberrechtsdebatte machen. Das hat durchaus Methode, vereinfacht es doch die Debatte doch erheblich und der Bürger muss sich nicht mit komplizierten Fragen herumärgern- und die Künstler auch nicht. Die spannt man dann praktischerweise gleich mit vor den Karren und lässt sie lustig in ganzseitigen Anzeigen darüber lamentieren, daß das, was sie geschaffen hätten, weggenommen würde, sie quasi enteignet würden.
Das ist, mit Verlaub, ebenso hanebüchener Unsinn, wie Vergleiche zwischen Musik und einem Fahrrad, wie Siegfried Kauder neulich schwadronierte.

Business in the stoneage
Was jemand erschafft, daran hat er ein geistiges Eigentum und besitzt das Urheberrecht. Das kann er nicht abgeben und nicht verlieren. Er kann die Verwertung dieser Rechte an einen oder mehrere Verwerter abgeben, die diese dann im Sinne des Urhebers vermarkten (oder auch nicht in seinem Sinne).
Hier kommt jetzt der Pferdefuß ins Spiel, nämlich die Vermarktung. Und die findet, selbst im Internetzeitalter, auf steinzeitlicher Basis statt, nämlich nach dem Motto “Ich dir geben Felle, du mir geben Glasperlen”. Und weil man gerade so schän dabei ist, diktiert man dem Kunden auch gleich, auf welche Art er das Produkt zu erwerben und zu verwenden hat und das das bitte schön auch so zu bleiben hat.
Andernfalls ist man ein Kulturfeind und Gratispirat.
Tatsächlich ist das, was Verwertungsindustrie und Medienvereinigungen hier ausüben, eine Kulturdiktatur, die zu zementieren ist. Neue Geschäftsmodelle, neue Möglichkeiten für den Konsumenten? Kommt nicht in Frage, erst einmal das alte zementieren. Daß das Phänomen Musik-Download, das angeblich von Massen angewendet wird, letztendlich der dezente Hinweis an die Produzenten sein könnte, daß man mit diesem Diktat nicht mehr einverstanden ist, darüber verschwendet man keinen Gedanken.
Wenn es so viele sind, wäre es da nicht logisch anzunehmen, daß es sich dabei um Kunden handelt, die man mit den aktuellen Geschäftsmodellen einfach nicht mehr erreicht? Daß es gesellschaftlicher Konsens ist, daß das “Felle gegen Glasperlen”-Konzept ausgedient hat? Insbesondere für Produkte, mit denen der Großteil der Einnahmen erzielt wird und dessen Qualität, nunja, sagen wir verbesserungswürdigen Charakter hat?

Man fragt ja nur mal, angesichts dessen, mit welcher Vehemenz und Argumentation hier rücksichtslos nach Maßnahmen gerufen wird, egal wie sie aussehen mögen - selbst wenn es die Freiheit der Gesellschaft beschneiden könnte, von ACTA bis Netzsperren.
Die Frage mag daher erlaubt sein, ob hier in der gesamten Debatte, mit Verlaub, noch alle Tassen in den diversen Schränken stehen.

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Kopflobby

Donnerstag, 5. April 2012 15:18

Das fröhliche Spiel der selbsternannten Urheberrechtsbewahrer geht in neue Runden.

Da braucht man sich über seltsame Leitartikel bspw. eines Uli Fricker im Südkurier nicht zu wundern. Das kommt von Leuten, die allenfalls wissen, wie man Uhren hebt, ansonsten aber durch die naive Unwissenheit des Unbeleckten glänzen. Dafür gibt es Lobbyisten, die einem das Denken weitgehend abnehmen.

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Die größten Kritiker der Elche sind am Ende selber welche

Dienstag, 21. Februar 2012 9:44

Das Beste, was zum Thema Gauck derzeit zu lesen ist… 
http://blog.karlshochschule.de/2012/02/20/gauck-in-der-filterbubble-oder-wie-wir-lernten-den-kontext-zu-ignorieren/

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Internet-Law » Der Bundespräsident und die Mailbox

Freitag, 6. Januar 2012 11:17

Thomas Stapler bringt es auf den Punkt: http://www.internet-law.de/2012/01/der-bundesprasident-und-die-mailbox.html

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Telepolis - Vorratsdatenspeicherung: EU-Kommission rudert zurück

Mittwoch, 4. Januar 2012 12:08

http://heise-online.mobi/tp/artikel/36/36183/1.html?from-classic=1

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Telepolis - Ein Dank an Rainer Wendt

Donnerstag, 29. Dezember 2011 21:43

Telepolis entlarvt den Vorsitzenden der addressdaten Gewerkschaft der Polizei als Ironieprofi: http://heise-online.mobi/tp/blogs/5/151129?from-classic=1

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Streit um Vorratsdatenspeicherung

Mittwoch, 28. Dezember 2011 20:12

Warum Deutschland ein EU-Verfahren nicht fürchten muss - Politik - Heribert Prantl kommentiert in der Süddeutschen

http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-vorratsdatenspeicherung-warum-deutschland-ein-eu-verfahren-nicht-fuerchten-muss-1.1245819

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Geschützt: Zu PAPIER gebracht: Wünschelrute der Kriminalistik - Medien - Tagesspiegel

Samstag, 10. Dezember 2011 13:59

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Springer-Schach mit Dame

Freitag, 5. August 2011 10:39

Sie fragen…

Wären da nicht die die freizügigen Inhalte mit nackten Tatsachen, es entstünde der Eindruck, die Bildzeitung wäre speziell für Kinder gemacht. Große Buchstaben, simple Inhalte, leicht verständlich und viele Fragezeichen der Marke “Wie funktioniert das?”. Eines dieser Fragezeichen steht heute hinter der Frage “In welchem Land leben wir eigentlich”. Anlass ist das Urteil zu Gunsten des wegen Kindesmordes verurteilten Magnus Gäfgen.
Und weil wir die Bild und ihre Leser nicht blöd sterben lassen wollen, helfen wir ihnen aus ihrer Hilflosigkeit heraus und beantworten die Frage.

… wir antworten

Wir leben in einem Land, in dem die Grundsätze des Rechtssystems auch in schwierigen Fällen wie diesem nicht einfach über Bord geworfen werden. In dem Fehlverhalten auch dann geahndet wird, wenn es durch staatliche Institutionen verübt wird und zwar ohne Ansehen der Person, wie es das Grundgesetz vorsieht. Das nennt man Gleichheitsgrundsatz.
Magnus Gäfgen wurde rechtmäßig wegen einer schweren und unakzeptablen Tat verurteilt. Dafür verbüßt er eine Strafe. Das gestrige Urteil wurde unabhängig von dieser Tat gesprochen, andernfalls würde man den Täter zum zweiten Mal für dieselbe Tat zur Rechenschaft ziehen, ein Bruch mit demokratischen Rechtsprinzipien- was Magnus Gäfgen erneut die Möglichkeit böte, bis letztendlich vor den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen und sich eine Aufmerksamkeit zu sichern, die er nicht verdient. Eine Aufmerksamkeit, die der Bildzeitung erneut die Chance böte, diese auflagenwirksam zu nutzen. Denn auch das ist eine Antwort auf die Frage, in welchem Land wir leben: In einem Land, in dem der Boulevard gegen unseren Rechtsstaat und das Grundgesetz hetzt. Der Auflage wegen. Und dabei Tätern wie Gäfgen genug Forum bietet, sich zu profilieren. Eine Win-Win-Situation.

Das Urteil gestern ging völlig in Ordnung, denn es zeigt auch, daß wir zu Recht stolz auf ein System sein können, das gestern stabil seine Arbeit getan hat und sich nicht von der Versuchung leiten ließ, Fünfe gerade sein lassen- anders als die Polzei bei ihren damaligen Ermittlungen. Für dieses Fehlverhalten wurde der Staat abgestraft, das Opfer dieses Fehlverhaltens wird entschädigt. Nicht mehr und nicht weniger ist gestern passiert. Kein Skandal- der liegt eher bei der Berichterstattung durch die Bild, die schamlos Nutzen aus dem Fall zieht. Letzendlich zu Lasten des Mordopfers und seiner Angehörigen.

Springer-Schach

Kinder sind wohl eher nicht der anvisierte Leserkreis, aber kindliche Gemüter mit einfachen Strickmustern. Denen ist der Rechtsstaat rechts wie links. Damit das auch so bleibt, dafür sorgt Famile Springer. Sozusagen als Vormund der Famile und Familienoberhaupt. In welchem Land leben wir eigentlich, wenn die Kinderchen sich selbst eine Meinung bilden könnten. Vielleicht sogar noch aus anderer Quelle- Schauderhafte Vorstellung. Da spielt man lieber Schach. Mit Springer und Dame. Und die heißt Friede. Den Rechtsstaat matt zu setzen haben sie indes  nicht geschafft, trotz der Mobilisierung ihrer schwarzen Bauern.  Gestern standen die weißen Türme wieder goldrichtig. Hoffen wir, daß auch die weißen Bauern gut stehen. Es sollten nicht weniger werden.

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