Fauler Zauber im Blick

Die Schweizer “Blick” ist so etwas, wie die deutsche Bild-Zeitung. Herauszufinden, welche der beiden Machwerke das Groteskere ist, ist im Grunde genommen müssig, denn sie machen es einem nicht leicht und überbieten- nein, sorry, unterbieten- sich regelmässig in Sachen Niveau.

In Twitter wandert nun der offenste Brief zum dümmsten Text eines Journalisten durch das Netz und der Genannte befindet sich, wie könnte es anders sein, beim Blick. Punkt für die Schweiz.

Frank A. Meyer heisst er und er macht keinen Hehl daraus, dass er von Internet und Netzpolitik keine Ahnung hat, sondern es einfach pauschal als Hort des Bösen und der Revoluzzer sieht:

Jugend war stets das Zauberwort für Systemstürzer von rechts und links. So, wie Jugend jetzt erneut als Zauberwort der Netz-Revoluzzer gilt.
Dem faulen Zauber ist rasch ein Ende zu bereiten.

Es heisst übrigens Cyber, nicht Zauber, und die einzige Faulheit, die der Artikel erkennen lässt, ist die, sich nicht mit dem Thema in der journalistisch erforderlichen Sorgfalt auseinandersetzen zu wollen.
Dieser Art faulem Zauber sollte ein Ende bereitet werden. Basta.

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Autor: Okular
Datum: Sonntag, 16. August 2009 21:24
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