Gruezi unwohl
Liebe Schweizer Nachbarn, das habt ihr gut gemacht. Ihr habt dieses Wochenende bewiesen, dass es auch in der Schweiz genügt, mit dem schwarzen Mann zu winken (bzw. der schwarzen Frau) und schon rennen alle panisch los und machen ihr Kreuz gegen die vermeintliche Invasion des Bösen.
Ihr habt uns gezeigt, dass auch heute noch ein paar ewig Gestrige genügen, um das eigenständige Denken abzuschalten und sich bedingungslos deren kruden Ideen zu unterwerfen.
Was ein Minarett mit einer Burka zu tun hat oder warum ein Minarett in eine Parallelgesellschaft münden soll, bleibt im Nebel von skurillen Andeutungen der SVP. Egal, was solls, es ging ja sowieso nie um die Minarette, sondern um den Moslem an sich, der ist verdächtig, seltsam, vielleicht sogar gefährlich. Ratio hat hier keinen Platz, es geht um gefühltes Unwohlsein.
Die SVP propagiert hier offen Fremdenfeindlichkeit und ein Grossteil der Schweizer geht ihnen auf den Leim. Herzlichen Glückwunsch für diesen erneuten Beweis des Unwillens zu einem gesellschaftlichen Miteinander.
“Moslem go home”, das war die Botschaft dieses Sonntags der Schweizer Befürworter.
Ich hätte da noch ein paar Slogans in diesem Zusammenhang, z.B. “Schweizer, kauft nicht bei Moslems”.
Falls sich jetzt übrigens ein Deutscher süffisant zurücklehnt, um fröhlich mit dem Finger gen Südosten zu zeigen- in einer nicht repräsentativen Umfrage des Südkuriers sprachen sich 82% der Teilnehmer für ein Verbot von Minaretten aus.
Sollen wir darauf wetten, dass es dieselben Schlauköpfe sind, die sich darüber aufregen, dass der Bau von Kirchen in bspw. der Türkei nicht unproblematisch ist?
Immerhin ist er dort nicht verboten. Die Schweizer hätten den Minarett-Verbotspassus nun gerne in ihrer Verfassung. Das ist ein Novum.
Dem Ersten, der sich über einen Mangel an Kirchen in gewissen muslimischen Länden aufregt, sollte man daher das Schweizer Referendum um die Ohren hauen.
Es gibt ein altes biblisches Sprichwort: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Und wer den Keil und die Brechstange in eine Gesellschaft treibt, verursacht eine Menge Wind. Dem Ein oder Anderen kommt das vermutlich gar nicht so ungelegen.
Sonntag, 29. November 2009 22:16
Antwort an “Okular” zum Verbot der Minarete in der CH
Nur eine Frage -…..
Was hat eine Minaret mit einer Moschee als gebetsstätte gläubiger Moslems zu tun? Kann man in einer Moschee ohne Mäuseturm nicht beten?
Das Minarett ist wie die Gurka,das Kopftuch u.v.m. nur ein äußeres Zeichen der nach Weltherrschaft strebenden Moslems. Der Islam anerkennt neben sich keine gleichwertige Religion/ Glaubensrichtung an. Warum muss er weithin sichtbar seinen vermeindlichen Siegeszug auch noch in Form von überdimensionierten Türmen darstellen dürfen?
Ich warte bis der 1.Dom in Istanbul unter Freudenrufen der Moslems feierlich mit den in ihrer Religionsausübung geförderten Christen gemeinsam eingeweiht wird. Als äußeres Zeichen trägt der Dom ein Minarett und gleichberechtigt in Höhe und Durchschnitt einen Glockenturm.
Dann sind wir einen Schritt weiter und akzeptieren im westlichen Teil Europas gerne die Moscheen mit den Minaretts der Moslems als gleichberechtigte Religionen.
Montag, 30. November 2009 0:22
@…in einer nicht repräsentativen Umfrage des Südkuriers sprachen sich 82% der Teilnehmer für ein Verbot von Minaretten aus….
“NICHT repräsentativ” klingt ziemlich nach Unsinn: sicher das NICHT streichen.
Montag, 30. November 2009 7:25
Danke für die Bestätigung all dessen, was ich oben geschrieben habe: Es geht tatsächlich um Kulturkampf, diffuse Ängste und Überlegenheitsanspruch der eigenen (Herren-)Religion. Ins Absurde getrieben nach der argumentativen Devise: “Die sind böse, also sind wir es auch”. Um sich hinterher gleich wieder über genau jene “Bösartigkeit” der “Anderen” aufzuregen.
Nur immer schön weiter spalten.
Montag, 30. November 2009 14:10
Gut gemacht Schweiz! Solange der Islam keine Toleranz gegenüber anderen Religionen zeigt,sollten wir das auch nicht mehr tun.Alles hat seine Grenzen.Wir haben viel erlaubt:Kopftuch für Lehrerinen im Klassenzimmer,eigene Gebeträume in Schulen,Moscheen ,usw…und wie wirds gedankt?Wie geht es den Christen in Islamischen Ländern?Ob die sich wohl Integriert Fühlen?? Akuell muss ich wieder von einer 16- jährigen Christin Lesen die im Sudan wegen einem Knielangen Rock Ausgepeitscht worden ist.
Montag, 30. November 2009 14:15
Genialer Artikel, Okular.
Vor allem die merkbefreiten Kommentare.
Montag, 30. November 2009 17:09
Was soll denn jetzt wieder diese Übertreibung der Toleranzbeflissenen. Ist etwa gegen die Religionsausübung gestimmt worden.
Genauso sieht man nicht, dass man speziell diese Religion etwas kritischer betrachten sollte als nur durch den Toleranzblickwinkel. Wenn eine Religion noch in unserer relativ aufgeklärten Epoche immer noch frauenfeindliche und inhumane sowie undemokratische Tendenzen aufweist und immer noch nicht viel dagegen unternommen wird, muss dies nicht noch gefördert werden durch Wegschauen und missverstandene Toleranz. Ganz zu schweigen von den Extremen Lagern dieser Religion. Solch eine Religion sollte auch einsehen, dass andere Religionen (wie Christen) nicht zu den Ungläubigen und dadurch zu bekämpfenden Religionen gehören (Tod den Ungläubigen).
Die ach so humane Einstellung von den Minarett-Befürwortern in Ehren. Dies sollte aber nichts zu tun haben mit dem bekannten Elitedenken das diese Leute fälschlicherweise immer wieder für sich beanspruchen wollen. Es wird einfach mit einer gewissen Naivität Realität und Wirklichkeit ignoriert. Die Toleranzvereinfacher helfen nur denen, die nach solchen Darstellungen meinen, ungerecht behandelt zu werden, anstatt dass Problembereiche sachlich und fair thematisiert werden, um bei teilweise leider fanatischen Anhängern von Religionen etwas positiv zu verändern. Minarette bewirken bei vielen Muslimen eine weitere Zementierung einer Parallelgesellschaft allein mit der Zurschaustellung ihrer vermeintlich überlegenen Religion, die sich auch in der optischen Darstellung so offenbaren soll (=Minarett).
Montag, 30. November 2009 18:09
Es ist wirklich wunderbar, und ich freue mich besonders darüber, zu sehen, wie hier sofort die alten Beissreflexe aufleben:
Auf der einen Seite mit Worten, wie “Toleranzbeflissene” und “Naivität” oder auch “Toleranzvereinfacher” um sich werfen und auf der anderen eine faire Diskussion fordern. Es fehlt noch der “Gutmensch”. Oder ist der mittlerweile verpönt, seit sich herumgesprochen hat, dass Göbbels den inflationär verwendete?
Die Diskussion wird im Übrigen abseits der Stammtische längst geführt. Z.B. von den Kirchen: http://www.tagesschau.de/inland/minarette102.html
Intelligente Leute hätten die Minarett-Angelegenheit anders gelöst, bspw. mit dem Baurecht und Mindesthöhen für Gebäude oder ähnliches. Intelligente Leute haben die Spaltung einer Gesellschaft nicht nötig. Und intelligente Leute führen eine Diskussion nicht auf dem Rücken religiöser Minderheiten. Die teils heftigen Reaktion zeigen deutlich, woher der Wind weht und dass die Minarette nur vorgeschoben sind.
Wie naiv wäre denn beispielsweise eine Lösung der Marke “Minarette verbieten und Problem erledigt”?
Montag, 30. November 2009 18:26
Solange Muslime nach Terroranschlägen im Namen des Islam, wie etwa nach dem 11.9.2001 Freudentänze aufführen, unsere europäischen Muslime sich bestenfalls zu lauem Bedauern bereitfinden, allenfalls beschwichtigend erklären, das haben mit dem Islam nichts zu tun, es aber zulassen, dass sich in ihren eigenen Kreisen Scharfmacher breitmachen können, die auch bei uns eine moslemische Gesellschaft einrichten wollen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn man ihnen mit Skepsis begegnet. Niemand verweigert ihnen die Ausübung ihrer Religion; mittlerweile gibt es landauf, landab überall Moscheen und die meisten Schweizer könnten wohl auch problemlos mit Minaretten leben; in Zürich steht eines schon seit mehr als vierzig Jahren, und niemand hat bislang daran Anstoss genommen; aber wenn wir damit rechnen müssen, und dafür gibts leider Anzeichen, dass das Minarett nur der Anfang einer Entwicklung ist, die nicht bloss zum Muezzin, sondern darüber hinaus über Mädchenbeschneidung, Sonderschulgesetzen, Burka, Zwangsehen, ja einer allgemeinen gesellschaftlichen Benachteiligung der Frauen zu einer zutiefst undemokratischen Parallelgesellschaft führt, die die mittelalterliche Scharia zur Rechts-grundlage hat, und sich über die geltende Rechtsordnung stellt, dann gilt es dieser Entwicklung unmissverständlich Einhalt zu gebieten, mit einem klaren:
Wehret den Anfängen
Wer sich in Europa umsieht, stellt fest, dass in einigen Ländern eine solche Entwicklung bereits in vollem Gange ist, und dies dürfte dort über kurz oder lang zu ernsten Problemen führen, Probleme, die wir hier in der Schweiz vermeiden müssen. Wegsehen ist eine schlechte Methode, das sollte uns die Geschichte gelehrt haben.
Toleranz ist keine Einbahnstrasse, und es ist legitim, den europäischen Muslimen in dieser Hinsicht auf den Zahn zu fühlen, etwa indem man sie mit der Situation in ihren Herkunfts-ländern konfrontiert, und von ihnen mehr als blosse Lippenbekenntnisse zur europäischen Rechtsordnung fordert.
Bevor man sich ausserhalb unserer Grenzen über uns etwas mokiert, sollte man sich fragen, wie man denn selbst gestimmt hätte, wenn, ja wenn
man wenigstens nach der eigenen Meinung gefragt worden wäre…..
Montag, 30. November 2009 23:45
Kurz und gut:Wenn einer so auf Minarette steht kann er von mir aus gerne zb. in die Türkei Umziehen.Hier bei mir zu Hause brauch ich die jedenfalls nicht.Gäste sollten sich auch wie Gäste benehmen.Anscheinend sieht man mit einem Okular doch nicht alles ,mmmh?
Dienstag, 1. Dezember 2009 0:05
@ Okular: Der hieß Goebbels, den Sie meinen.
Dienstag, 1. Dezember 2009 9:30
Also doch “Moslem go home”?
Kleiner Hinweis zum Thema “sehen”: Wenn man sich mal etwas in der Realität umsieht, findet man eine ganze Reihe eingebürgerter Muslime mit deutschem Pass. Auch, wenn es offenbar in der allgemeinen Islamophobie nicht opportun ist, das zu akzeptieren, aber es sind Deutsche, keine Gäste.
Dienstag, 1. Dezember 2009 9:38
Die Diskussion, wer was bejubelt und wer was irgendwo einzuführen gedenkt, würde ich doch bitten, auf der Strasse mit den Muslimem zu führen, zum Beispiel, indem man nicht nur in die Dönerbude rein und möglichst schnell wieder raus marschiert.
Wieviele der 400.000 Muslime in der Schweiz denken so? Welche hands-on Fakten haben wir denn?
Es ist recht einfach, Vorurteile zu pflegen, wenn man den Blickwinkel nicht erweitert.
Genausogut könnte man anhand der weltweiten Kreationisten auf den Stand des Christentums schliessen.
Dienstag, 1. Dezember 2009 9:56
wenn was abgeschafft und verboten werden sollte, dann ist es die burka und die verhüllung der moslemisches frauen. denn das ist menschenverachtend und frauenfeindlich. aber da, sind alle mucksmäuschen still.
Dienstag, 1. Dezember 2009 20:05
Ich sage nicht das ALLE Moslems schlecht sind!Ich persönlich kenne sehr viele Ausländer von denen ich auch ein paar zu meinen besten Freunden zähle.Aber die haben nicht nur einfach einen Deutschen Pass in der Tasche,nein die sind Teils noch deutscher als ich.Ich meine vorallem die die nach 30 jahren hier immer noch kein einziges Deutsches Wort können!DAS SIND NUR GÄSTE mit nem stück Papier das sie warscheinlich noch nicht mal lesen können.Soviel dazu.Nun Erkläre mir doch mal wieso ein eigentlich so Friedliches buch wie der Koran so agressiv ausgelegt wird?Diese Religion ist längst zum Werkzeug für die Islamischen Führer verkommen.ZB.:Nirgendwo steht das sich eine Frau so verschleiern muss das man nurnoch die Augen von ihr sieht!Und eine Religion die wegen der Kleinsten Mücke 3x im Jahr eine heiligen Krieg ausruft kann und will ich sowieso nicht Akzeptieren.Okular Wieso wehrst du dich so den Islam einmal kritischer zu sehen?Ich sage nicht du sollst ihn Hassen oder verachten oder so.Nur Sollte sich ein Inteligenter Mensch nicht Alle Blickwinkel mal zu gemüte führen???
Dienstag, 1. Dezember 2009 20:10
Also gegen “Radikaler Moslem go Home”habe ich nichts!Was dann aber ja fast schon wieder alle sind
Mittwoch, 2. Dezember 2009 15:04
Und noch erhellender, woher der argumentative Wind weht, kann eine Aussage nun wirklich nicht mehr sein.
Mittwoch, 2. Dezember 2009 15:37
Dumm nur, dass dies die Einzigen sind, die auffallen, während die Staatsbürger folgender Generationen gut integriert und weitgehend unauffällig unter uns leben. Davon kenne ich persönlich eine ganze Reihe.
Da würde ich mal vorsichtig einen Blick in die Bibel werfen, insbesondere ins Alte Testament. Da wird zu Zermalmen, Niederstrecken, Abschlachten und diversen anderen Nettigkeiten aufgerufen. Und zum Monotheismus, dem Alleinigkeitsanspruch der Religion. Ich würde das recht aggressiv gegenüber anderen Religionen nennen. US-amerikanische Christen berufen sich gerne auf diese Tugenden. Patriarchische Strukturen gibt es auch in diversen christlichen Strömungen.
Was die selbsternannten “Islam-Kritiker” tun, ist theologische Debatten führen zu wollen, für die sie weitab jeder Kompetenz entbehren.
Es gibt, ebenso wie im Christentum, hunderte von Strömungen im Islam, die einen radikaler, die anderen weniger bis überhaupt nicht. Wer ernsthaft behauptet, es gäbe den Moslem schlechthin und platt allen 1.5Mrd Muslimen eine bestimmte Verhaltensweise unterstellt, der disqualifiziert sich bereits von jeder sachlichen Diskussion.
Willst du ernsthaft behaupten, dein lokaler Döner-Imbiss würde 3x pro Jahr zum heiligen Krieg aufrufen?
Nicht die Religion ruft zum heiligen Krieg auf, sondern kleine und radikale Minderheiten. Von denen es mehr und mehr geben wird, je länger wir ihnen beweisen, dass wir sie und ihre Anliegen nicht ernst nehmen oder respektieren.
Kritik ist eine Sache, Phobien und Ablehnung eine andere. Ich lasse mir Kritik nicht durch Emotionen oder Halbwahrheiten aufzwingen, schon gar nicht, wenn sie von rechtslastigen Personen geschürt wird, die, wie der Initiator der Anti-Minarett-Petition, schon Mitglied in südafrikanischen Apartheids-Organisationen waren. Da weiss man ziemlich schnell, woher der Wind weht.
Leider fällt die Menschheit reihenweise auf die Bauernfänger herein. Seit 1933 nichts gelernt, sogar die ersten Moscheen brennen bereits wieder.
Die Haiders, Wilders und LePens leb(t)en ganz gut davon. Mehr haben sie ja nicht zu bieten. Und die von ihnen eingeimpfte Angst sitzt. Das hat die Diskussion hier klar gemacht.
Freitag, 4. Dezember 2009 22:45
Der Okular ist ein Beispiel eines typischen Menschenschlags: der vermeintlich Allwissende. Phobien, gefühltes Unwohlsein, offene Fremdenfeindlichkeit und ein paar ewig Gestrige hätten den Schweizern das eigenständige Denken verunmöglicht. Soviel Arroganz des Allwissenden ist kaum zu übertreffen. Es liegt wohl sicher nicht daran, weil er Deutscher ist. Jede Schweizerin und jeder Schweizer – auch diejenigen, die nicht für das Minarettverbot waren – würden sich gegen solche Verleumdungen wehren. An dieser Stelle sei nur mit einem Beispiel seine Ignoranz entlarvt. Zitat Okular: „Die Schweizer hätten den Minarett-Verbotspassus nun gerne in ihrer Verfassung. Das ist ein Novum.“ Dass das ein Novum sei, ist natürlich purer und nachweisbarer Unsinn, heisse okularsche Luft sozusagen: In der Schweizer Verfassung wimmelt es nur so von Artikeln, die das Volk mit der Annahme von Initiativen reinschreiben liess. q.e.d.
Samstag, 5. Dezember 2009 14:48
Wer lesen kann, ist wohl nicht immer im Vorteil- korrekte Interpretation gehört auch dazu.
Das “Novum” ist die Verankerung des Verbots eines Religionssymbols einer Weltreligion in der Verfassung eines europäischen Landes. Seit 1945 sollte das eigentlich vobei sein.
Eigenständiges Denken bedeutet übrigens nicht, die eigenen Kirchen, Politiker und Experten zu.ignorieren, nur weil die SVP am Lautesten geifert. Da kann man jetzt trotzig auf den Boden stampfen, wie man will.
Sonntag, 6. Dezember 2009 15:03
Es ist furchtbar wie viele blutige Kriege im Namen “Gottes” geführt wurden und noch immer geführt werden.
Dass die Schweizer sich gegen den Bau von Minaretten in ihrem Land ausgesprochen haben respektiere und verstehe ich.
Ich (und wahrscheinlich sehr viele Menschen auf der ganzen Welt) mag unser Nachbarland “das Heidiland”, mit den sattgrünen Almwiesen, den weißen Schneegipfeln, den kleinen Bauernhäusern und den unterschiedlichen Menschen in den verschiedenen Kantonen.
Ein Minarett in der Großstadt fällt nicht so sehr auf, aber es passt nicht in die “schweizer Landschaft”.
Bei uns in Deutschland muß man für die kleinste bauliche Veränderung eine Genehmigung haben.
Es ist sogar verboten Flieder auf dem eigenen
Grundstück anzupflanzen wenn es nicht in die Umgebung passt!!!
Ich bin tolerant und harmonibedürftig - in jeder Hinsicht. Trotzdem meine ich, dass es jedem Land gestattet sein sollte - ohne fremde Einmischung - seine Identität zu bewahren.
Das macht doch unsere Welt so interessant. Wenn es in jedem Land gleich aussieht, dann braucht man nicht mehr zu verreisen.
Sonntag, 6. Dezember 2009 19:05
Wenn die Moslem sich berufen sie brauchen ein Minarett dann stimmt was nicht.Zum Beten brauch man jedenfalls kein Minarett, allenfalls es als Machtdemonstrationn. Aber das muß sich die Schweiz ja wirklich nicht bieten lassen.Sie brauchen nur hinsehen was der Lybische Staatspräsident mit dem Land gemacht hat, wie er damit umgeht,auch mit zwei Unschuldigen Arbeitern.
Wo sind da die Moralaposteln??
Ich wollt ich könnte bei uns das eine oder andere auch mal auch abstimmen, damit die obere Schicht merkt wie weit weg sie von Volkesempfinden ist.
Sonntag, 6. Dezember 2009 21:32
Nur weiter so. Es beweist die These, dass es in den Köpfen gewisser Zeitgenossen die Idee einer “Herrenreligion” gibt, die Anderen vorschreibt, wie sie ihre Religion zu leben haben. Sehr aufschlussreich.
Wie wäre es mit Berücksichtigung von Art. 140 Grundgesetz und dem Selbstbestimmungsrecht der Religionen im deutschen Staat? Oder pfeifen wir hier wieder mal einfach auf die Werte unseres Staates, wenn es uns gerade passt?
Welche Verbindung hat doch gleich Muammar Abu Minyar al-Gaddafi mit den 400.000 in der Schweiz und 3.2Mio in Deutschland lebenden Muslimen, die eine so seltsame Pauschalisierung legitimiert?
Kommentare wie dieser lassen mich daran zweifeln, ob dieses Konzept wirklich eine so gute Idee ist und enttäuschen immer wieder aufs Neue, was die Objektivität des “Volkesempfindens” betrifft. Sehr bedauerlich.
Sonntag, 6. Dezember 2009 22:52
Welche Verbindung hat doch gleich Muammar Abu Minyar al-Gaddafi mit den 400.000 in der Schweiz und 3.2Mio in Deutschland lebenden Muslimen, die eine so seltsame Pauschalisierung legitimiert?
Okular
Ich weiß wovon ich rede, wahrscheinlich im Gegensatz zu Ihnen.Ich wohne an der Schweizer Grenze und arbeite auch schon geraume Zeit dort.Ich rede mit den betroffenen abstimmenden Schweizer.Wenn ich sehe wie die einige muslemische Mitbürger(Mitarbeiter) sich nach der Abstimmung benehmen
dann stehe ich umso mehr hinter meinem Beitrag.
Ich bin fester Meinung es geht nicht um Religion sondern um weltliche Macht.
Montag, 7. Dezember 2009 21:16
Na da haben wir wohl doch etwas gemeinsam…
Erstens ist “einige” nicht gleich alle (wie war das mit der Pauschalisierung?), zweites wäre es doch mal interessant gewesen, auch mit den “muslimischen Mitbürgern” direkt zu sprechen (was irgendwie politisch inkorrekt zu sein scheint), drittens bestätigt das den Absatz im Artikel über gesäten Wind und Sturm und viertens beantwortet das meine Frage nach wie vor nicht:
Der Vergleich mit Gaddafi kam nämlich nicht von mir.
Und genau das macht den Erfolg einer SVP, einer FPÖ/BZÖ und eines Geert Wilders aus: Den eigenen weltlich politischen Machtanspruch auf dem Rücken einer Minderheit umzusetzen. Problemlösung steht nicht auf der Tagesordnung, schliesslich fruchtet die Saat ja auch mit plumpen Thesen.
Montag, 7. Dezember 2009 21:58
Okular
plumpe Thesen habe ich jetzt genug gehört von Ihnen und politisch korrekt braucht der Normalbürger auch nicht immer zu sein.
Gaddafi hat sehrwohl eine Rolle gespielt bei der Abstimmung das wissen Sie.Die so genannte Minderheit hat zig Millionen von Gleichgesinnten hinter sich und vor denen kann man sich schon fürchten.Ich möchte nicht unter der Scharia leben müßen.Das müßen auch Sie aktzeptieren.
Dienstag, 8. Dezember 2009 7:33
Angenommen, es wäre so, was hat denn die Minarett-Aktion erreicht? Dass der aufrechte Bürger das gute Gefühl hat, dem “Gegner” ordentlich eins auf die Mütze gegeben zu haben? Bravo. Gut gemacht. Und argumentativ aufmunitioniert haben sie ihn auch gleich.
Für die Ausfälle des libyschen Querkopfs können die 400.000 schweizer Muslime nichts, macht nichts, nehmen wir alle in Sippenhaft.
Wenn es noch einen Beleg gebraucht hätte, warum sich Muslime durch uns bedroht fühlen sollten, sie liefern ihn frei Haus. Wer auch immer versucht, in muslimischen Ländern eine Kirche zu bauen oder christliche Religion zu praktizieren wird es nun noch schwerer haben. Herzlichen Glückwunsch.
Das kommt davon, wenn nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch operiert wird. Angst ist der schlechteste aller Ratgeber, aber auf allen Seiten leben Betonköpfe davon, dass sie sich so gut implantieren lässt.
Den Beweis dafür liefert diese “Debatte”.
Mittwoch, 9. Dezember 2009 11:31
Man könnte eigentlich eine Umfrage machen, ob
1) die 400.000 CH-Muslime sich in D (mit Minarett) wohler fühlen würden als in CH (ohne Minarett)?
2) die CH ihre 400.000 CH-Muslime lieber gegen D-Christen austauschen würden (rk/ev/sonst)?
Allerdings müßte man erschwert beweisen, daß diese Umfrage aussagefähiger ist als die CH-Umfrage vor der Volksabstimmung.
Donnerstag, 10. Dezember 2009 11:13
Vielleicht geht der nächste Friedens-Nobelpreis an die OpenSource-Internet-Community: wegen Doping ist der Sport als Friedensstifter etwas beschädigt.
Es mag viele Religionen und Kulturen geben, aber zum Glück ist noch niemand auf den Gedanken gekommen, die Internet-Sprache “Englisch” anzuzweifeln.
Es gibt sicherlich auch viele PHP/MySQL-Entwickler in den islamischen Ländern, die nicht nur englische Websites als Informationsquelle benutzen, sondern auch eigene Angebote als engl. Version anbieten.
Sonntag, 24. Januar 2010 12:43
http://nachrichten.t-online.de/christenverfolgung-nimmt-weltweit-zu/id_21481932/index
Sonntag, 24. Januar 2010 22:13
Einen Link kommentarlos einstellen, kann jeder.
Erklären, was das jetzt mit dem syrischen Studenten an einer deutschen Uni, dem nordafrikanischen Ingenieur in einem mittelständischen Betrieb, dem libanesischen Blumenverkäufer, muslimisch-kroatischem Gemüsehändler, Cem Özdemir oder türkischem Imbissbesitzer (der mir heute freundlicherweise eine Dose Schorle geschenkt hat, herzlichen Dank) und in Deutschland leben, zu tun hat, scheint den Horizont dann doch zu übersteigen.
Eines der Länder mit recht intensiver Christenverfolgung ist übrigens Israel.
Und dann steht da noch die Frage im Raum, was der Kommentator nun mit seinem Kommentar eigentlich aussagen will und daraus für Konsequenzen zieht.